Fische

Als Schwarzmeergrundeln werden alle Grundelarten bezeichnet, die aus dem Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer stammen. In der Schweiz kommen bis jetzt zwei dieser Grundelarten vor. Drei weitere Arten sind im Nieder- und Oberrhein auf dem Vormarsch und könnten über kurz oder lang auch im Hochrhein auftreten. Schwarzmeergrundeln leben in Bodennähe. Ein Erkennungsmerkmal ist die Bauchflosse, die zu einer Art Saugnapf zusammengewachsen ist.

Grundelarten

 

Kuno von WattenwylSchwarzmundgrundel
Neogobius melanostomus
  • 15-20 cm gross
  • saugnapfähnliche Bauchflosse
  • schwarzer Fleck auf der Rückenflosse (meistens)
  • Männchen verfärben sich in der Laichzeit schwarz

 

 

MGU/Universität Basel

Kesslergrundel
Ponticola kessleri
  • 5-20 cm gross, abhängig von Lebensraum
  • saugnapfähnliche Bauchflosse
  • eher flacher und breiter Kopf

 

 

 

Weitere Grundelarten
  • Flussgrundel
  • Marmorierte Süsswassergrundel
  • Nackthalsgrundel

Einschleppung
  • Durch das (verbotene) Freilassen von Fischen, als Laich oder Larven.
  • Verschleppt in und an Booten sowie Wassersportgeräten.
Gefahren
  • Kann den einheimischen Fischbestand gefährden.
  • Frisst Eier und Jungfische anderer Fischarten, besetzt ihren Lebensraum.
Prävention
  • Boote und andere Wassersportgeräte vor dem Gewässerwechsel gründlich reinigen.
  • Verzicht auf Haltung in Aquarien.
  • Gefangene Grundeln töten und nicht als Köder verwenden.
Spezielles

Reptilien

Schildkröten werden gerne als Haustiere für Kinder angepriesen, «klein und anspruchslos», seien sie. Was nicht gesagt wird: Manche, etwa die Rotwangen-Schmuckschildkröte, werden bis zu 40 Jahre alt, 30 cm gross und brauchen viel Platz und Futter.

Rotwangen-Schmuckschildkröte
Trachemys scripta elegans

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Brad M. Glorioso)

 

  • Charakteristischer orange-roter Fleck hinter den Augen.
  • Bei älteren Tieren kann es sein, dass dieser Fleck nicht mehr gut erkennbar ist.
  • Kopf und Hals gelb gestreift

 

Einschleppung
  • Wurde als unliebsam gewordenes Haustier ausgesetzt.
  • In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden Jungtiere der aus Nordamerika stammenden Rotwangen-Schmuckschildkröte als anspruchsloses Haustier für Kinder beworben. Die Tiere werden aber bis zu 40 Jahre alt und haben als ausgewachsene Tiere (30 cm gross) einen hohen Platzbedarf. Vielfach wurden sie daher in freier Wildbahn «entsorgt».
Gefahren
  • Anpassungsfähige Allesfresserin, die unter anderem Laich von Amphibien, Fische und Insekten vertilgt und dadurch Bestände seltener Arten dezimieren kann.
Prävention
  • Die Haltung als Haustier ist seit 2008 verboten bzw. erfordert eine Ausnahmebewilligung.
  • Tiere nicht aussetzen, falls nötig, in einer Auffangstation abgeben.
  • Ausführliche Informationen zur Freisetzungsverordnung und zu Ausnahmebewilligungen: BAFU.

Weitere invasive Neobiota