Immer häufiger treten in Schweizer Ökosystemen gebietsfremde Arten auf, im Fach «Neobiota» genannt. Es handelt sich um Tiere (Neozoen), Pflanzen (Neophyten) und andere Organismen, die aus einer anderen Region der Erde hierher gebracht wurden – oft ohne Absicht. Dieses Phänomen hat sich mit der zunehmenden Globalisierung in den letzten Jahrzehnten verstärkt. Man spricht auch von einer «Homogenisierung der Biodiversität».

Viele fremde Arten sind bei uns nicht überlebensfähig oder haben sich gut angepasst und sind damit für unsere Ökosysteme unproblematisch. Einige vermehren sich in der neuen Umgebung überproportional und breiten sich stark aus; sie werden invasiv.

Das ist ein Problem, weil dadurch einheimische Tier- und Pflanzenarten verdrängt werden und das Ökosystem aus dem Gleichgewicht gerät. Je nach Art sind auch gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier eine Gefahr, in der Landwirtschaft kann es zu Ertragsausfällen kommen und insbesondere unter Wasser fällt auch die Infrastruktur invasiven Neobiota zum Opfer.

Die Zentralschweizer Kantone engagieren sich deshalb gemeinsam und koordiniert, um der Verbreitung invasiver Neobiota vorzubeugen und Schäden zu lindern. Zuständig dafür ist die Zentralschweizer Gruppe des Cercle Exotique, der sich Schweizweit mit invasiven Neobiota beschäftigt.

Aquatische Neobiota

Die Kampagne «Vorsicht blinde Passagiere» klärt die Bevölkerung über gebietsfremde, invasive Arten in den Zentralschweizer Gewässern auf und gibt Tipps, wie deren Ausbreitung verhindert werden kann.

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Pack keine
Risiken ein!

Mit dieser Kampagne macht das BAFU darauf aufmerksam, keine fremden Arten als Ferien-Souvenirs mit nach Hause zu bringen.

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