Feuerungsanlagen aus Industrie, Gewerbe und Haushalten belasten die Luftqualität. Obwohl die Luftbelastung dank technischem Fortschritt seit den 90er-Jahren stark zurückgegangen ist, stossen Feuerungen noch immer eine bedeutende Menge an Luftschadstoffen aus.

Deshalb sind in der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) klare Emissionsgrenzwerte für den Betrieb von Feuerungen festgelegt. Damit diese eingehalten werden, finden regelmässig Kontrollen durch Feuerungskontrolleure statt. In der Zentralschweiz werden die Gemeinden und Kantone dabei durch die Geschäftsstelle Feuerungskontrolle unterstützt, die von den Zentralschweizer Kantonen und dem Verband der Innerschweizer Feuerungskontrolleure (VIF) ins Leben gerufen wurde.

Heizen mit Holz – aber richtig

Wer mit Holz heizt, bedient sich eines einheimischen Rohstoffs und eines erneuerbaren, nicht fossilen Energieträgers. Deshalb sind die Treibhausgasemissionen bei Holzfeuerungen deutlich geringer, als wenn mit Öl oder Gas geheizt wird. Problematisch ist bei Holzheizungen allerdings der Ausstoss von Feinstaub, der die Gesundheit gefährdet. Wird etwa Kehricht oder Altholz verbrannt oder sind die Feuerungen nicht richtig eingestellt oder veraltet, entweichen grosse Mengen von Schadstoffen.

Mit einem korrekten Betrieb kann der Feinstaubgehalt reduziert und sichergestellt werden, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Wer eine Holzfeuerung richtig bedient, feuert daher mit trockenem Waldholz, in einem nicht übermässig gefüllten Feuerraum und mit stetig heisser Flamme. Bei guten Feuerungsanlagen ergibt sich so ein weisses Rauchbild (kein grauer Rauch, sondern weisser Wasserdampf).

Geltungsbereich

Holz-Zentralheizungen bis 70 Kilowatt (kW) Feuerungswärmeleistung müssen alle vier Jahre gemessen werden. Bei Neuanlagen wird ausserdem eine Abnahmemessung durchgeführt, bei der neben den Kohlenmonoxidemissionen einmalig auch die Feststoffemissionen gemessen werden. Die Messpflicht gilt auch für gewerblich genutzte Backöfen und Pizzaöfen.

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