Erste Erfolge bei der Verbesserung der Luftqualität in Muotathal
19.12.2025
Mit einem Anlass wurde am 3. April 2023 der Hof der Familie Zimmermann als erster Musterstall vorgestellt. Folgende ammoniakmindernde Massnahmen wurden auf dem Milchviehbetrieb umgesetzt:
Hier geht’s zu allen Informationen rund um die Präsentation des Musterstalls: News, Massnahmenblätter, Bilder, Videos und Medienberichte.
Jeanine und Roman Zimmermann mit Kindern Lea und Juna
Buseri, 6402 Merlischachen SZ
Tiere:
60 Milchkühe der Rasse Brown Swiss und Jersey, durchschnittliche Milchleistung 6500 kg; Abferkelring mit 20 Plätzen und 240 Jagerplätze
Landwirtschaftliche Nutzfläche:
27 ha, davon 2,2 ha Ökologische Ausgleichsflächen
Kulturen:
Naturwiesen und 2 ha Kunstwiese, 251 Hochstammobstbäume
Mitarbeitende:
Betriebsleiterpaar und Eltern Alois und Bertha Zimmermann
Besonderes:
Stallneubau 2022/23: tierfreundliches und emissionsminderndes Stallkonzept, Gülleausbringung mit Schleppschlauch, Ausnahme steile Flächen mit Breitverteiler


Was war Ihre Motivation, Ammoniak-Reduktionsmassnahmen beim Stallneubau umzusetzen?
Roman Zimmermann: In erster Linie standen das Tierwohl und die Arbeitsentlastung der Betriebsleiterfamilie im Vordergrund. Ausserdem wollten wir mit unserem Neubau auf dem aktuellsten Wissensstand punkto Stallbau sein. Nicht, dass wir nach kurzer Zeit bereits wieder etwas nachrüsten müssen. Das umgesetzte Stallkonzept ergibt eine Win-Win-Situation: viel Tierwohl und weniger Ammoniakemissionen.
Welche Massnahmen wurden beim Stall-Neubau umgesetzt und weshalb?
Erhöhter Fressstand mit Abtrennung

Der Betriebsleiter hat im Vorfeld viel selber geplant und bei der Umsetzung viel Eigenleistung eingebracht.
Beim Bau entstanden bei folgenden Positionen Mehrkosten:
| Erhöhung Fressstand: | Fr. 2500.00 (geschätzter Mehraufwand Baumeister) |
| Abtrennbügel: | Fr. 7000.00 |
| Harnsammelrinne 70m: | Fr. 6900.00 |
| Einbetonieren der Harnsammelrinne: | Fr. 2000.00 (geschätzter Mehraufwand Baumeister) |
| Spülleitungen für Harnsammelrinne | Fr. 600.00 (ungefähr) |
Durch die Verwendung von Harnsammelrinnen aus Kunststoff statt aus Chromstahl konnten rund Fr. 5000.00 eingespart werden.