Menschgemachte CO2-Emissionen stören Gleichgewicht

Treibhausgase wie CO2 werden bei Verbrennungsprozessen ausgestossen und reichern sich in der Atmosphäre an. Das auf natürliche Weise freigesetzte CO2, beispielsweise von Menschen, Tieren und Pflanzen, wird in gleichem Masse von den Ozeanen, Böden und der Vegetation wieder absorbiert. Die zusätzlich vom Menschen verursachten Emissionen stören jedoch dieses Gleichgewicht. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nimmt zu. Der Klimawandel ist klar menschengemacht.

 

Untersuchungen zur Konzentration der wichtigsten Treibhausgase in der Atmosphäre während der zurückliegenden 20’000 Jahren verdeutlichen, wie stark diese erst in jüngster Zeit (seit der Industrialisierung ab 1850) zugenommen hat. Quelle: Alfred-Wegener-Institut

Schwierige Anpassung an schnellen Temperaturanstieg

Treibhausgase wirken ähnlich wie die Hülle eines Gewächshauses: Die Sonnenwärme lassen sie zwar herein, verhindern aber ihre Abstrahlung zurück in den Weltraum. Die Erde erwärmt sich immer mehr (Treibhausgaseffekt).

Global sind die Temperaturen bereits um 1 Grad Celsius angestiegen. In der Schweiz beträgt die Zunahme sogar 2 Grad Celsius. Das Problem: Wir Menschen und die Natur sind nicht an die veränderten Klimabedingungen gewöhnt, die von einem so schnellen und starken CO2-Anstieg verursacht werden.

Temperaturabweichung vom Mittel der Jahre 1961 bis 1990 in der Schweiz, von 1864 bis 2020.

Quelle: Meteoschweiz

Weitreichende Folgen für das globale Klimasystem

Auf globaler Ebene können die schnellen klimatischen Veränderungen zu verheerenden Folgen führen: zum Beispiel das Abschmelzen des Meereises, ein Anstieg des Meeresspiegels, eine Häufung von Dürren und Hitzeextremen oder der Verlust von einzigartigen Ökosystemen. Die globale Erwärmung hat Auswirkungen auf alle Regionen der Welt.

 

Eine weitere Gefahr stellen sogenannte Kipppunkte im Klimasystem dar, bei deren Überschreitung es zu abrupten und unumkehrbaren Veränderungen im globalen Klimasystem kommen kann. Der IPCC-Sonderbericht 2018 weist darauf hin, dass solche Kipppunkte bereits bei einem globalen Temperaturanstieg von 1 bis 2 Grad Celsius überschritten werden könnten. Beispiele von Kippelementen sind das Abschmelzen des arktischen Meereises, das Absterben von Korallenriffen oder die Destabilisierung des Golfstroms.

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Die Klimakampagne des Kantons Luzern beantwortet die wichtigsten Fragen zum Klimawandel, inklusive Publikumsfragen.

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