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Ziel der Bodenbeobachtung ist es, Kenntnisse über den aktuellen Zustand der Böden zu gewinnen. Die Böden sollen vor Belastungen und Schäden geschützt werden. Die Ergebnisse der Bodenbeobachtung sind wichtige Grundlagen für umweltpolitische Entscheide.

Bodenverdichtung in der Landwirtschaft
Werden (nasse) Böden mit schweren Maschinen befahren, verdichtet sich der Boden und seine Fruchtbarkeit wird beeinträchtigt. Eine Verdichtung des Unterbodens kann kaum mehr rückgängig gemacht werden. Aufgabe der Kantone ist es, besonders verdichtungsgefährdete landwirtschaftliche Nutzflächen zu überwachen und die Wirkung von umgesetzten Massnahmen zu überprüfen.
In der Zentralschweiz wurden 16 landwirtschaftlich genutzte Standorte untersucht. Das Resultat: Ein Drittel der Böden war mittel, ein Drittel stark verdichtet (vgl. ZUDK-News 3/2013).

Bodenrekultivierungen
Bei vielen baulichen Aktivitäten muss Boden abgetragen und später wieder angelegt werden. Bei solchen Rekultivierungen kann der Boden Schaden nehmen. Unter anderem ist es wichtig, ihn bei der Folgebewirtschaftung zu schonen.
In der Zentralschweiz wurden 18 Rekultivierungen ausserhalb der Bauzone untersucht. Das Resultat: Nur bei der Hälfte blieb die Bodenfruchtbarkeit erhalten, bei etwa einem Drittel war sie deutlich geringer als vor dem Eingriff (vgl. ZUDK-News 1/2017).

Versauerung von Waldböden
Regen ist natürlicherweise schwach sauer. Dieser leicht saure Regen ist die treibende Kraft bei der chemischen Verwitterung von Gesteinen und hat unsere Böden entstehen lassen. Die Versauerung des Bodens wird durch die vom Menschen verursachten Lufteinträge massiv beschleunigt.
Untersuchungen in Zentralschweizer Wäldern zeigen, dass 60 von 115 Standorten teilweise kritische oder gar kritische Versauerungen aufweisen (vgl. ZUDK-News 2/2012).

Waldbeobachtung:
Das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie (IAP) betreibt im Auftrag von neun Kantonen und des BAFU ein langfristig angelegtes Waldbeobachtungsprogramm. Auf knapp 200 über die Kantone verteilten Flächen werden insgesamt rund 13‘500 Fichten, Buchen und Eichen regelmässig untersucht. Auf allen Flächen werden mehr als 30 Messgrössen an Bäumen und im Boden erhoben (z.B. Kronenverlichtung, Triebwachstum).
Seit 2015 sind auch alle Zentralschweizer Kantone Teil der interkantonalen Waldbeobachtung. Ins Programm aufgenommen wurden acht Standorte, davon vier im Kanton Luzern und je einer in den Kantonen Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Uri. Im Kanton Zug werden seit rund 20 Jahren Daten erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden vom IAP alle vier Jahre veröffentlicht.


Downloads
ZUDK-News 1/2017  
ZUDK-News 3/2013  
ZUDK-News 2/2012  
Bodenverdichtung. Beprobungsrunde 2010 (Bericht)  
Infos zur Kampagne e-chline-Schritt  
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